WIE FUNKTIONIERT
DAS FlowBlow SYSTEM

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Das Prinzip der biologischen Wasseraufbereitung beruht auf der gezielten Anzucht von Biofilm auf dem Filtermaterial. Dieser entzieht durch sein Wachstum dem Wasser Nährstoffe, die sich in Folge der Nutzung und durch Oberflächeneinträge ansammeln. Diese Einträge würden ohne entsprechende Wasseraufbereitung zur Algenbildung führen. Im FlowBlow Filtersystem befinden sich spezielle Filtermaterialien, welche gleichmäßig und konstant angeströmt werden, wodurch sich ein Biofilm darauf bildet. So werden dem Wasser alle Nährstoffe entzogen, es wird biologisch stabil und natürlich sauber. Eine Massenentwicklung von Algen, Plankton oder Bakterien im Pool ist bei normaler Belastung nicht möglich. Eine Konservierung oder Desinfektion ist daher nicht nötig und auch unerwünscht.

Den FlowBlow Filter zeichnet eine vertikale Durchströmung bei minimalem Energieverbrauch aus. Das streng definierte Filtervolumen in Zusammenhang mit der schnellen Anströmung bietet optimale Voraussetzungen für den Anwuchs von Biofilm (Anströmung x Nährstoffgehalt = Biofilmwachstum). Im Gegensatz zu den herkömmlichen, meist kompliziert geschichteten Filtern wird beim FlowBlow Filter nur eine Korngrößenfraktion eingesetzt, woraus die für den FlowBlow Filter typische, hohe Betriebssicherheit resultiert.

Zudem ermöglicht eine Spülung der Filterschüttung mit Druckluft eine schnelle und nahezu rückstandslose Reinigung des Filterkörpers und garantiert so eine gleichmäßige und dauerhafte Anströmung des Filtermaterials in allen Bereichen, wobei die Filterreinigung innerhalb kürzester Zeit ohne vorangehende Betriebspause erfolgen kann.

QUALITÄTSMERKMALE

- energiesparend durch geringen Druckaufbau
- sehr effektive Rückspülung durch Druckluftspülung
- langfristig eine perfekte Anströmung
- einfacher Schichtaufbau, dadurch fehlerfreier Einbau
- geprüftes Material
- kein stagnierendem Wasser = keine schädlichen Keime
- sowohl für private als auch für öffentliche Anlagen
- platzsparender Einbau

Filtermaterialien

Das FlowBlow System gewährleistet eine gleichmäßige Durchströmung bei gleichzeitiger Möglichkeit zur Reinigung der Filtermaterialien. Prinzipiell kann eine Vielzahl von Filtermaterialien mit dem FlowBlow System beschickt werden. Besonders empfohlen werden jedoch zwei Filtermaterialien: WM ZeoSafe und DoloSafe-XS (zertifizierter Dolomitsplitt 4/6 mm). Dabei ist WM ZeoSafe das hochwertigere Filtermaterial, es enthält einen speziell aufbereiteten und daher phosphatarmen Zeolith. Anlagen, welche mit Zeolith als Filter ausgestattet werden, bezeichnet man als Naturpool Kategorie 5. Zeolith ist ein natürlicher Kationenaustauscher und hat in der Wasseraufbereitung mehrere Funktionen, welche das Nährstoffmanagement optimieren. Es vereinfacht sich die Düngung, das plötzliche Auftreten von Nitrit wird vermieden, es werden Nährstoffe für Biofilm und Pflanzen angereichert und lokal im Filter dargeboten, wodurch der Biofilm sich noch vollständiger in den Filter verlagert und die Beckenwände noch sauberer werden. Weiters wird die mineralische Apatitbildung (Phosphatbindung) beschleunigt, was ebenfalls die Stabilität der Anlage positiv beeinflusst.

DoloSafe-XS zeichnet sich gegenüber anderen Filtermaterialien durch seinen geringen Phosphatgehalt und seine guten Pufferkapazitäten aus. Mit DoloSafe-XS errichtete Anlagen gelten als Naturpool Kategorie 4. Der Vorteil gegenüber WM ZeoSafe ist sein deutlich geringerer Preis, die Funktionen des Nährstoffmanagements fehlen jedoch.

Bei der Düngung der Kategorie 4 Anlagen muss beachtet werden, dass diese regelmäßig
in kleinen Portionen erfolgt, wobei vor der Gabe von Stickstoffdüngern zur Sicherheit der Nitritwert in der Anlage überprüft werden sollte. Für eine ausreichende Stickstoffdüngung empfehlen wir den Einsatz des WM Stickstoff-Dosierschwimmers. Im Gegensatz dazu kann bei einer Kategorie 5 Anlage, die an Dünger benötigte Menge auch an einem einzigen Termin z.B. im Frühjahr eingebracht werden.

Da WM ZeoSafe und DoloSafe-XS die gleiche Korngrößenverteilung aufweisen, sind sie in jedem Verhältnis zueinander mischbar. Sie können gemeinsam eingesetzt werden, wobei die Einbringung in den Filter sowohl vertikal geschichtet als auch gleichmäßig vermischt erfolgen kann. Auch ein schon ein geringer Anteil Zeolith verbessert das Nährstoffmanagement merklich.

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Das überzeugende Konzept

Das FlowBlow System ist das erste professionelle Verteilsystem für vertikal durchströmte Filter, welches eine perfekte Verteilung bei verschiedenen Durchflussgeschwindigkeiten mit einer Luft-Spülfunktion in einem Rohrsystem kombiniert. Darüber hinaus bietet das FlowBlow System durch seine patentierte Verteilung vielfältige Möglichkeiten der Reinigung, so dass verstopfte, verschlammte oder zugewurzelte Verteilsysteme und die damit verbundenen aufwändigen Sanierungen endgültig Vergangenheit sind.

Eine weitere Besonderheit ist, dass das FlowBlow Konzept das einzige Produkt seiner Art auf dem Markt ist, welches für die Kombination mit energiesparenden und praktisch lautlosen ST 12 Volt Tauchpumpen optimiert ist.

Durch den optimierten Aufbau des Filters wird eine extrem große, langfristig gleichmäßig angeströmte Oberfläche im kompakten Filtervolumen realisiert, ohne dabei das Wasservolumen im Filterkörper einzuschränken. Ein großes Wasservolumen im Filterkörper bedeutet viel Platz für den Biofilm und entspricht daher einer hohen Filterkapazität. Je nach Auslegung und Belastung der Anlage reicht die Kapazität bei normaler Belastung eine Badesaison. Ist die Belastungsgrenze erreicht, so muss der Filter entsprechend gereinigt (Ernten des Biofilms) werden.

 

Gleichmäßige Anströmung des gesamten Filtermaterials

Ist die gleichmäßige Anströmung des Filtermaterials nicht gewährleistet, so kommt es zur Sedimentbildung in bestimmten Bereichen der Filterschüttung. Die Ablagerungen häufen sich immer dort an, wo die geringsten Strömungsgeschwindigkeiten auftreten. Mehr Ablagerungen bedeutet lokal mehr Sauerstoffzehrung. Unglücklicher Weise ist bei geringerer Anströmung auch die Sauerstoffversorgung (Sauerstoff muss im Wasser gelöst angeliefert werden, es lösen sich ca. 9g O2 pro m³ Wasser) geringer. Das ganze schaukelt sich noch weiter auf, weil die Ablagerungen selbst weiter die Anströmung verringern, wodurch noch mehr Ablagerungen entstehen, noch weniger Sauerstoff angeliefert wird und gleichzeitig noch mehr Sauerstoff verbraucht wird. Der „Infarkt“ ist vorprogrammiert. Chemisch gesehen passiert dieser Infarkt durch die Anreicherung von Nitrit, welche daraus resultiert, dass Biomasse (welche Stickstoffverbindungen enthält) unter Sauerstoffmangelbedingungen abgebaut wird. Ist ausreichend Sauerstoff vorhanden, so geht die Oxidation der Stickstoffverbindungen weiter zum ungiftigen Nitrat. Nitrit hingegen, bekannt aus dem Pökelsalz, ist ein starkes Bakterizid und führt zum Absterben des Biofilms und zum Krüppelwuchs der Pflanzen am Filter. Nährstoffe werden nicht weiter gebunden, sondern aus dem Filter freigesetzt, was zu Algenbildung und Belagsbildung im Naturpool führt.

Konsequenz: ohne gleichmäßige Anströmung kann es keinen funktionierenden Biofilter geben

Möglichkeit zur Reinigung des Filters

Wenn die Anströmung bei einem Filtersystem bei der Errichtung gleichmäßig ist, heißt
das nicht, dass das auch ewig so bleibt. Im Laufe der Zeit, unabhängig von der Richtung
der Durchströmung und dem Filtermaterial, kommt es unweigerlich zur Bildung von Sedimenten und Ablagerungen, welche die gleichmäßige Durchströmung beeinträchtigen. Pflanzenwurzeln, welche immer versuchen dem Wasserstrom entgegen zu wachsen und gleichzeitig Seitenwurzeln (treiben in nährstoffreichen Ablagerungen), helfen mit, die Verteilung von Filtersystemen lahmzulegen. Ob das nach wenigen Wochen oder einigen Jahren passiert, hängt in erster Linie von der Belastung ab, welcher der Filter ausgesetzt wird.

Konsequenz: wenn man die Filterschüttung nicht regelmäßig austauschen möchte, braucht man effektive Reinigungsmöglichkeiten für Filter und Verteilsystem. Das FlowBlow System bietet diese perfekte Verteilung, eine daraus resultierende gleichmäßige Anströmung und die umfangreichsten Reinigungsmöglichkeiten - siehe hierzu: SERVICE - Wie reinigt man ein FlowBlow System

Filterberechnung
Ausgehend von der benötigten Filterleistung in Personenäquivalenten (PÄP: durchschnittlichen Phosphoreintrag von 100 mg pro Person und Tag) kann die erforderliche Filterkapazität errechnet werden. Für ein definiertes Filtermaterial ergibt sich daraus die erforderliche Kubatur, welche wiederum eine definierte Oberfläche für den Aufwuchs von Biofilm bietet. Abhängig von der Filtergeometrie muss, um die erforderliche Leistung zu erbringen, eine bestimmte Anströmung realisiert werden.

Es ist nun Aufgabe des Verteilsystems bei einer geforderten Beschickung (m³/m²), zuverlässig das Wasser für die Fläche der gesamten Filterzone bereit zu stellen. Um fundiert die Entscheidung treffen zu können, wie viele Verteilplatten und wie viele Pumpen für ein Projekt eingesetzt werden müssen, steht Ihnen der FlowBlow-Filterzeichner zur Verfügung. Natürlich sind wir auch gerne behilflich, Sie bei der Planung auf Grund der von Ihnen gelieferten Daten zu unterstützen - rufen Sie uns einfach an: +43 6235 20284